Sonntag, 25. November 2007

Weihnachtsmarkt Artikel in der NW

Was Neues im Westen

Erstmals gibt es einen Weihnachtsmarkt auf dem Siegfriedplatz / Über 30 Stände

VON ANSGAR MÖNTER

Mitte. So schnell kann es gehen. Vor gerade mal sechs Wochen hatten die Inhaberinnen vom „Atelier Liebeskind“ an der Arndtstraße die Idee für etwas Neues im Alten Bielefelder Westen: einen Weihnachtsmarkt auf dem Siegfriedplatz. Am Samstag 1. Dezember, wird das Vorhaben umgesetzt.

An dem Tag wird von 15 bis 20 Uhr zwischen Bürgerwache und Stadtbahnrotunde eine Flaniermeile mit rund 30 Ständen stehen mit Waren aus dem Viertel. Es gibt auch etwas zu essen und zu trinken, Informationen und Musik. Beteiligt daran sind gut 30 Geschäftsinhaber, vom Apotheker bis zur Heilsarmee, von Schulen bis zu Restaurants, Handwerksfirmen und Bäckern. Sogar ein Pferd wird kommen. „Für die Kinder, die dürfen es streicheln“, erklärt Frederike Schleiermacher von der Bürgerwache.

In der Eile war es den Beteiligten nicht möglich, noch Weihnachtsbuden zu zimmern oder zu kaufen. Deswegen werden Pavillons verwendet für die Stände – aber weihnachtlich geschmückt. Schließlich soll ein festliches Ambiente entstehen. „Wir haben noch keinen genauen Plan für den Aufbau, das wird am Tag des Weihnachtsmarktes entschieden“, sagt Britta Hanf vom Radladen „Puddingtown-Bikes“ an der Arndtstraße. „Bestimmt wird es chaotisch, aber sicher auch sympathisch. Wir sind hier halt im Westen.“

Die Mitwirkenden legen Wert darauf, dass es bei der Veranstaltung nicht in erster Linie um Umsatz geht. „Im Vordergrund steht die familiäre Atmosphäre und die Vorstellung der eigenen Arbeit“, sagt Frederike Schleiermacher. Die Kaufleute, Institutionen und Firmen wollen das Gemeinschaftsgefühl im Westen stärken.

Das hat bereits gut geklappt bei den Vorbereitungen. Rasant schnell sprach sich die Idee unter ihnen herum. Je mehr sich entschlossen hatten mitzumachen, desto stärker wuchs das Interesse der anderen Geschäftsinhaber an einer Beteiligung.

Einige Firmen haben sich zusammengetan, um zum Beispiel Reibekuchen anzubieten. Weitere Standbetreiber sorgen für Teigwaren, Kuchen, Glühwein, Punch, Erbsensuppe, Apfelsaft, Frikadellen oder Bratwurst. Den Kindern wird etwas vorgelesen, sie haben auch die Gelegenheit zu malen, während die Großen bummeln und kaufen. Bosse-Schüler backen Waffeln, die Klasse 2c der Stapenhorstschule wird singen – es fehlt also nichts, was zu einem echten Weihnachtsmarkt dazugehört.

Die Aktion ist ein Experiment. „Wenn es gelingt, wird es auch im kommenden Jahr einen Weihnachtsmarkt auf dem Siegfriedplatz geben“, sagt Schleiermacher stellvertretend für alle Mitwirkenden.

© 2007 Neue Westfälische
Bielefelder Tageblatt (MW), Freitag 23. November 2007

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